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<HTML>
<TITLE>de.comp.os.linux - FAQ</TITLE>
<BODY BGCOLOR=#FFFFFF>
<CENTER>
<H1>de.comp.os.linux - FAQ</H1>
<b>Stand: 11.02.98</b><P>
</CENTER>
Diese FAQ beinhaltet die Antworten (oder Verweise auf die Antworten,
soweit sie hier den Rahmen sprengen wuerden) auf die in den letzten
Monaten in der de.comp.os.linux-Hierarchie am haeufigsten gestellten
Fragen.<P>
Alle Angaben erfolgen ohne Gewaehr, da der Autor nicht alles selbst
ausprobieren kann; die hier gesammelten Informationen entstammen den
Artikeln der vorgenannten Newshierarchie und die Benutzung erfolgt auf
eigene Gefahr.<P>
Mitteilungen ueber Fehler, Aenderungs- oder Ergaenzungswuensche
bitte ich per Mail an dcol-faq@cologne.de zu senden.
WICHTIG: gemaess Paragraph 28 Abs. 3 BDSG ist die Weitergabe dieser Adresse
in kommerziellen Adressensammlungen sowie deren Verwendung zum
Zwecke der Werbung oder der Markt- oder Meinungsforschung
ausdruecklich untersagt.<P>
Kurz gesagt, ich will keinen Spam !<P>
Bedanken moechte ich mich bei allen, die mir Aenderungsvorschlaege und
Erweiterungen geschickt haben.<P>
Haeufig werden Detailfragen gestellt, die zu speziell sind, um hier
alle aufgefuehrt zu werden oder die sich nur mit Kenntnis der vorhandenen
Hard- und Software sinnvoll beantworten lassen. Wenn eine Frage nicht
Bestandteil der FAQ ist und auch auf dem eigenen Newsserver nichts zu
dem gesuchten Thema zu finden ist, bietet es sich an, mit einer der
Suchmaschinen im Netz, wie z.B. www.dejanews.com, die Archive der
jeweiligen Newsgroup nach Stichworten zu durchsuchen, bevor man seine
Frage in den News stellt.<P>
Die jeweils zuletzt veroeffentlichte Version dieser FAQ steht immer unter
der URL ftp://riemann.iam.uni-bonn.de/pub/faq/de-linux/dcol-faq zur
Verfuegung.<P>
-Karsten Merker <dcol-faq@cologne.de><P>
<HR>
<H2>Index</H2>
<UL>
<LI>Fragen zu News und Mailboxnetzen (Fido/ZConnect)
<UL>
<LI>Wie kann ich News offline lesen, also ohne dabei dauernd eine Verbindung
zum Internet haben zu muessen ?
<LI>Gibt es fuer Linux ein Fido-Pointprogramm ?
<LI>Gibt es fuer Linux ein ZConnect-Pointprogramm ?
<LI>Kann ich CrossPoint unter Linux verwenden ?
<LI>Warum stellt mein Tin (Newsreader) statt Umlauten nur Fragezeichen dar ?
</UL>
<LI>Allgemeine Linux-Fragen
<UL>
<LI>Wo finde ich deutschsprachige Dokumentation zu Linux ?
<LI>Welche empfehlenswerten Buecher gibt es zu Linux ?
<LI>Ich habe Linux gerade erst hochgefahren und fast mein gesamter Speicher
ist schon belegt. Verbraucht Linux soviel Speicher ?
<LI>Linux erkennt nur einen Teil meines Speichers. Wie kann ich das aendern?
<LI>Warum zeigt Linux in /proc/cpuinfo an, im Rechner befaende sich
ein Pentium 75, obwohl ein Pentium 90/100/120/133/166/200 eingebaut
ist ?
<LI>Ich habe gehoert, es gibt Linux auch auf anderen Plattformen wie z.B.
DEC Alpha, Sun SPARC, MIPS oder m68k. Kann ich meine Linux-Programme
auch auf diesen Plattformen ausfuehren ?
<LI>Ich bekomme beim Compilieren die Meldung, es sei ein "Signal 11"
aufgetreten. Was bedeutet das ?
<LI>Wenn ich unter X arbeite, kommt es manchmal, besonders nach dem
Start von Netscape, zu einem seltsamen Effekt: ein oder mehrere
Fenster werden in Falschfarben dargestellt. Wenn ich den Mauszeiger
dann auf eines dieser Fenster bewege, stimmen die Farben in diesem
Fenster wieder, aber alles andere wird in Falschfarben dargestellt.
Woran liegt das?
<LI>Warum stuerzt mein Netscape 3 dauernd ab, besonders, wenn ich
Java-Applets ausfuehren moechte?
<LI>Warum kann ich aus Netscape 3 heraus auf einmal nicht mehr im
Postscriptformat drucken ? Weder Ghostscript noch ein
Postscriptdrucker akzeptieren die erzeugten Daten.
<LI>Warum funktionieren unter XFree bei 16Bit Farbtiefe (65535 Farben)
die hoeheren Aufloesungen nicht mehr, obwohl sie unter Windows mit
der gleichen Hardware moeglich sind?
<LI>Warum zeigt mein Rechner einen geringeren (hoeheren) BogoMips-Wert an
als ein Rechner mit einem anderen Prozessor, obwohl mein Rechner
tatsaechlich schneller (langsamer) ist?
<LI>Welche Linux-Distribution ist die beste ?
<LI>Ich habe mir ein kleines Testprogramm compiliert, aber wenn ich es
aufrufe, passiert gar nichts. Warum ?
<LI>Unterstuetzt Linux FAT32 (das mit Win95b a.k.a. OSR2 eingefuehrte
"neue" Dateisystem) ?
<LI>Welche Libc-Version ist neuer : 2.4.4 oder 2.4.38 ?
<LI>Welchen Zweck hat die Datei /proc/kcore und warum belegt sie
soviel Platz auf meiner Platte ?
<LI>Ich moechte StarOffice installieren, das Setup-Programm bricht aber
immer mit einem Skript-Fehler in Zeile 1 ab.
<LI>StarOffice ist installiert, wird aber beim Aufruf nicht gefunden oder
meldet, es koenne eine Bibliothek nicht oeffnen.
<LI>Warum habe ich bei StarOffice englische Menues, obwohl ich die
"German"-Pakete installiert habe ?
</UL>
<LI> Fragen zur Hardware
<UL>
<LI>Funktioniert die Matrox Mystique unter Linux ?
<LI>Funktioniert die Matrox Mystique II unter Linux ?
<LI>Funktioniert die Matrox Millenium II unter Linux ?
<LI>Funktionieren GDI-Drucker (auch als "WinPrinter" bezeichnet) unter
Linux ?
<LI>Warum funktioniert mein internes Modem nicht unter Linux ?
<LI>Funktioniert das Parallelport-ZIP unter Linux ?
<LI>Funktionieren Parallelport-Streamer unter Linux ?
<LI>Kann ich mit meiner ISDN-Karte unter Linux Faxe empfangen ?
<LI>Funktioniert die Hauppage Win/TV PCI unter Linux ?
<LI>Warum funktionieren unter Linux zwar MO-Medien mit einer Kapazitaet
von 230MB, nicht aber solche mit 640MB ?
<LI>Wenn ich ein externes SCSI-Geraet (z.B. einen Scanner) erst nach
dem Booten einschalte, ist es nicht ansprechbar. Wie kann ich es
trotzdem benutzen ?
<LI>Seit ich meinen Speicher aufgeruestet habe, ist Linux viel langsamer
geworden. Unter DOS tritt der Effekt aber nicht auf. Woran liegt
das ?
</UL>
</UL>
<HR>
<H2> F A Q - frequently asked questions</H2>
<H3>Fragen zu News und Mailboxnetzen (Fido/ZConnect)</H3>
<TABLE>
<TR><TD>?<TD>Wie kann ich Mails und News offline lesen, also ohne dabei dauernd eine
Verbindung zum Internet haben zu muessen ?
<TR><TD>! <TD>Zu den News gibt es eine sehr gute Schritt-fuer-Schritt-Anleitung von
Markus Dickebohm, zu finden unter "http://www.uni-koeln.de/~acp66/", die
die Einrichtung eines lokalen Newsservers (INN) beschreibt.
Eine Alternative fuer einen kleinen Newsfeed bzw. den typischen
Ein-Benutzer-Rechner ist Leafnode, zu finden auf http://www.troll.no.
Weitere Informationen zum Thema "Mails und News offline" finden sich
unter http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~kania/mailnews.htm.
</TABLE>
Gibt es fuer Linux ein Fido-Pointprogramm ?<P>
<em>Software zur Einrichtung eines Fido-Points gibt es per ftp auf
ftp.gwdg.de unter /pub/linux/fido. Weitere Informationen befinden sich
auf der Homepage von Roland Rosenfeld:
http://www.rhein.de/~roland/FidoPnt/<p>
Wie mir mitgeteilt wurde, funktioniert die dort beschriebene
Vorgehensweise allerdings nicht mehr mit der neuesten Version von
Fidogate, die Dokumentation von Fidogate wurde aber bezueglich der
Einrichtung von Points ueberarbeitet.
Alternativ gibt es ein fertiges Pointpaket per ftp von ftp.fido.de.</em>
<p>
Gibt es fuer Linux ein ZConnect-Pointprogramm ?<P>
<em> Nicht im herkoemmlichen Sinne, aber es gibt eine Gatewaysoftware, mit
der ein ZConnect-System in einen ganz normalen News- und Mailserver
eingebunden werden kann. Das Paket heisst "Unix-Connect" und ist auf
ftp.foebud.org zu finden.
Unix-Connect kann zusammen mit einem lokalen Newsserver auch als Point
eingerichtet werden. Zur Einrichtung eines lokalen Newsservers verweise
ich auf den Punkt "Wie kann ich News offline lesen ?".</em> <P>
Kann ich CrossPoint unter Linux verwenden ?<P>
<em> Ja, CrossPoint laeuft im DOSEmu, zumindest mit analogen Modems.
Bei einigen funktioniert es auch mit ISDN-Karten, jedoch scheint
es dabei gelegentlich Probleme zu geben.</em><p>
Warum stellt mein Tin (Newsreader) statt Umlauten nur Fragezeichen dar ?<P>
<em> Im Tin-unoff (das ist die heute gebraeuchliche Version, da der
urspruengliche Tin AFAIK nicht mehr weiterentwickelt wird), ist eine
Funktion enthalten, die ueberprueft, ob die in einem Artikel enthaltenen
Zeichen auf dem System ueberhaupt dargestellt werden koennen. Dazu
greift der Tin auf die "Locales" zurueck. Locales sind
Konfigurationsdateien, die Informationen ueber nationale oder regionale
Besonderheiten enthalten, u.a. die Sprache, das Zahlenformat (z.B. ob
der Dezimaltrenner ein Punkt oder ein Komma ist), das Datums- und
Zeitformat und den verwendeten bzw. darstellbaren Zeichensatz. Sind die
Locales unvollstaendig oder nicht richtig konfiguriert, werden alle
Nicht-7-Bit-ASCII-Zeichen (dazu gehoeren auch die Umlaute) vom Tin als
nicht darstellbar gewertet und es wird ersatzweise ein Fragezeichen
ausgegeben. Die Konfiguration, welche Locale-Einstellungen verwendet
werden sollen, erfolgt ueber Environmentvariablen. Um die Darstellung
der Umlaute zu erzielen, muss man mittels "export LC_CTYPE=de_DE" in
der bash bzw. "setenv LC_CTYPE de_DE" in der (t)csh die Locales
entsprechend konfigurieren.
Fuehrt auch das nicht zum Erfolg, sind wahrscheinlich die Locale-Dateien
unvollstaendig oder gar nicht installiert. In diesem Fall besteht (neben
der Installation aktueller Locales) noch die Moeglichkeit, zur
"brute force"-Methode zu greifen und den Tin aus den Sourcen mit der
Option "--disable-locale" selbst zu compilieren. In diesem Fall werden
die Locales voellig ignoriert und jedes Zeichen als darstellbar bewertet.</em><p>
<H3>Allgemeine Linux-Fragen</H3>
Wo finde ich deutschsprachige Dokumentation zu Linux ?<P>
<em> Im "Deutschen Linux HOWTO Projekt" (DLHP). Die Texte sind per ftp unter
folgenden Adressen zu beziehen:<P>
ftp.heise.de:/pub/ix/Linux/docs/HOWTO<br>
ftp.uni-stuttgart.de:/pub/systems/linux/local/doc<br>
sunsite.unc.edu:/pub/Linux/docs/howto/translations/de<p>
sowie im WWW unter http://www.tu-harburg.de/~semb2204/dlhp/.</em><p>
Welche Buecher gibt es zu Linux ?<p>
<em> In de.comp.os.linux.misc, maus.os.linux und de.etc.lists wird monatlich
die "Deutsche Linux Buecherliste" gepostet, die alle aktuell
erhaeltlichen Linux-Buecher enthalten sollte. Im Web ist sie unter
http://www.infodrom.north.de/Linux/Buecher/ zu finden.</em><p>
Ich habe Linux gerade erst hochgefahren und fast mein gesamter Speicher
ist schon belegt. Verbraucht Linux soviel Speicher ?<P>
<em> Linux versucht, den vorhandenen Speicher moeglichst effizient zu nutzen.
Daher wird der von Programmen zur Zeit nicht benoetigte Speicher als
Plattencache benutzt. Sobald ein Programm mehr Speicher anfordert, wird
der Plattencache automatisch verkleinert und der freigewordene Speicher
dem Programm zur Verfuegung gestellt. Es ist also vollkommen normal,
dass der Speicher immer sehr voll zu sein scheint.</em><p>
Linux erkennt nur einen Teil meines Speichers. Wie kann ich das aendern?<p>
<em> Aeltere BIOS-Versionen koennen nur bis zu 64MB melden. Ist mehr
Hauptspeicher vorhanden, muss man dies dem Kernel explizit mitteilen,
in dem man beim Booten einen Kernelparameter uebergibt, bei 96MB z.B.
"mem=96M". Wie Kernelparameter uebergeben werden, ist im
BootPrompt-HOWTO beschrieben.
Bei einigen Rechnern (scheinbar besonders haeufig bei alten Compaq-
Modellen) tritt diese Problem schon bei weniger Speicher (z.B. mehr
als 16MB) auf. Die Loesung ist jedoch auch hier die Uebergabe eines
entsprechenden Kernel-Parameters. </em><p>
Warum zeigt Linux in /proc/cpuinfo an, im Rechner befaende sich
ein Pentium 75, obwohl ein Pentium 90/100/120/133/166/200/* eingebaut
ist ?<p>
<em> Das Kommando "cat /proc/cpuinfo" liefert bei allen "normalen" Pentiums
(MMX-Typen konnte ich noch nicht ausprobieren) ab 75 MHz die Ausgabe
<pre>
model : Pentium 75+
</pre>
Das Pluszeichen hinter der 75 steht fuer "oder hoeher". Anhand der
CPU-ID kann man nur die alten 60/66 MHz-Typen von den moderneren
75-200 MHz-Versionen unterscheiden. Der Takt, fuer den ein konkreter
Chip spezifiziert ist, laesst sich ueber das CPUID-Kommando leider nicht
feststellen, so dass nur die Chip-Familie angegeben werden kann. </em><p>
Ich habe gehoert, es gibt Linux auch auf anderen Plattformen wie z.B.
DEC Alpha, Sun SPARC, MIPS oder m68k. Kann ich meine Linux-Programme
auch auf diesen Plattformen ausfuehren ?<p>
<em> Grundaetzlich nein. Die verschiedenen Plattformen verwenden
unterschiedliche Prozessoren und sind daher nicht binaerkompatibel. Fuer
die Alphas gibt es eine Intel-Emulation, mit der auch Linux-Programme
fuer Intel-Prozessoren dort ausgefuehrt werden koennen, aber diese
ist wohl noch nicht vollkommen ausgereift.<p>
Sofern zu einem Programm der Sourcecode vorhanden ist, stellt es jedoch
in der Regel kein Problem dar, ihn auf einer anderen Plattform unter
Linux zu kompilieren.<p>
Die verschiedenen Linux/68k-Varianten sind untereinander binaerkompatibel,
d.h. ein auf einem Amiga unter Linux/68k kompiliertes Programm laeuft auch
z.B. auf einem Atari TT unter Linux/68k und umgekehrt.</em><p>
Ich bekomme beim Compilieren die Meldung, es sei ein "Signal 11"
aufgetreten. Was bedeutet das ?<p>
<em> Das weist haeufig auf fehlerhafte Hardware hin (z.B. defekte oder zu
langsame Speicherchips). Zu Signal 11 gibt es eine ausfuehrliche FAQ
unter http://www.bitwizard.nl/sig11/.<p>
Enthaelt der Rechner einen AMD K6 aelterer Bauart und mehr als 32MB
RAM, kann es durch einen Fehler im Prozessor zum Auftreten des Signal 11
kommen. Der Fehler wird u.a. durch einige im gcc vorkommende
Codesegmente ausgeloest (der K6 haelt die Sequenz faelschlicherweise
fuer selbstmodifizierenden Code und behandelt sie falsch). Ab der
Prozessorrevision B9731 (auf dem Prozessor aufgedruckt) ist der Fehler
behoben. AMD hat fuer die Prozessoren mit dem Fehler einen Umtausch
angeboten.</em><p>
Wenn ich unter X arbeite, kommt es manchmal, besonders nach dem Start
von Netscape, zu einem seltsamen Effekt: ein oder mehrere Fenster werden
in Falschfarben dargestellt. Wenn ich den Mauszeiger dann auf eines
dieser Fenster bewege, stimmen die Farben in diesem Fenster wieder,
aber alles andere wird in Falschfarben dargestellt. Woran liegt das?<p>
<em> Dieser Effekt tritt auf, wenn Programme mehr Farben benutzen moechten,
als zur Verfuegung stehen. Wird der X-Server mit 8 Bit Farbtiefe
betrieben (die Normaleinstellung), stehen maximal 2 hoch 8 = 256 Farben
gleichzeitig zur Verfuegung. Wenn bereits alle verfuegbaren 256
"Farbtoepfe" vergeben sind, kann ein Programm keine weiteren Farben mehr
fuer sich reservieren. Um dieses Problem zu umgehen, kann ein Programm
eine "private Colormap" anfordern. Dann erhaelt das Programm eine eigene
Farbpalette von 256 Farben nur fuer sich. Da aber tatsaechlich nur 256
Farben gleichzeitig dargestellt werden koennen, muss, sobald ein
Programm bzw. dessen Fenster aktiviert wird, auf dessen Farbpalette
umgeschaltet werden, die sich von denen der anderen Programme
unterscheidet, so dass die Fenster der uebrigen Programme in
Falschfarbendarstellung erscheinen.
Netscape reserviert sehr viele Farben fuer sich, so dass das Problem
haeufig nach dem Start von Netscape auftritt.<p>
Loesen laesst sich das Problem durch Betrieb des X-Servers in einer
hoeheren Farbtiefe (16 Bit/65536 Farben oder 24Bit/16,7 Millionen
Farben). Wer X auf der Kommandozeile startet, kann einen entsprechenden
Parameter uebergeben: startx -- -bpp 16 (fuer 65536 Farben) oder
startx -- -bpp 24 (fuer 16,7 Mio. Farben).
Je nach Karte muss man statt "-bpp 24" "-bpp 32" angeben.<p>
Ab XFree 3.2 kann auch durch den Parameter "DefaultColorDepth <Farbtiefe>"
in der XF86Config der X-Server standardmaessig in entsprechender Farbtiefe
(16/24/32 Bit) gestartet werden, so dass die Kommandozeilenoption bei
startx nicht mehr noetig ist.<p>
Leider werden nicht alle von XFree grundsaetzlich unterstuetzten
Karten auch in Farbtiefen ueber 8 Bit unterstuetzt.
Im Zweifel helfen die Manpages zu XFree oder Ausprobieren weiter.
Wenn der X-Server eine bestimmte Farbtiefe nicht unterstuetzt, gibt
er beim Start eine entsprechende Fehlermeldung aus.</em><p>
Warum stuerzt mein Netscape 3 dauernd ab, besonders, wenn ich
Java-Applets ausfuehren moechte?<p>
<em> Netscape 3 ist mit sehr alten Linux-Libraries gelinkt und kommt mit
einigen Neuerungen bzw. Fehlerkorrekturen in den neueren Libs nicht
klar. Die Loesung des Problem ist, Netscape 3 mit den alten Libraries
zu starten. Wie das im Detail funktioniert, ist im WWW unter
http://members.ping.at/theofilu/netscape.html beschrieben.</em><p>
Warum kann ich aus Netscape 3 heraus auf einmal nicht mehr im
Postscriptformat drucken ? Weder Ghostscript noch ein
Postscriptdrucker akzeptieren die erzeugten Daten.<p>
<em> Vermutlich sind die Locales (vgl. den Punkt "Warum stellt mein Tin
statt Umlauten nur Fragezeichen dar ?") auf ein Zahlenformat mit dem
Komma als Dezimaltrenner eingestellt. Netscape 3 hat einen Fehler,
der bewirkt, dass die Locale-Einstellung des Dezimaltrenners
faelschlicherweise auch fuer die Erzeugung von Postscript-Kommandos
(und den dazugehoerigen Koordinaten) verwendet wird. Postscript
erfordert aber immer einen Punkt als Dezimaltrenner, so dass
fehlerhafter Postscript-Code erzeugt wird.<p>
Abhilfe schafft, vor dem Starten von Netscape die entsprechene
Locale-Einstellung mittels "export LC_NUMERIC=C" (bash) bzw. "setenv
LC_NUMERIC C" (csh) auf "Standard" (d.h. Punkt als Dezimaltrenner) zu
aendern. Man sollte nur daran denken, sie danach wieder auf den
korrekten Wert zu setzen. Am einfachsten laesst sich dieses Problem
loesen, indem man die Environmentvariable LC_NUMERIC in einem kleinen
Shell-Wrapper setzt, wie er im vorhergehenden Punkt ("Warum stuerzt mein
Netscape 3 dauernd ab?") ohnehin verwendet wird.</em><p>
Warum funktionieren unter XFree bei 16Bit Farbtiefe (65535 Farben)
die hoeheren Aufloesungen nicht mehr, obwohl sie unter Windows mit
der gleichen Hardware moeglich sind ?<p>
<em> Wenn XFree beim Start des X-Servers eine Meldung der Art
<pre>
(--) S3: Clock for mode "1024x768" is too high for the configured
hardware.
Limit is 80.000 MHz
(--) S3: Removing mode "1024x768" from list of valid modes.
</pre>
ausgibt, liegt es daran, dass nach der Spezifikation des
Grafikchip-Herstellers die maximale "Pixelclock", d.h. die maximale
Taktrate, mit der der RAMDAC (der Teil der Grafikkarte, der fuer das
Auslesen der Pixeldaten und deren Umwandlung in ein Bildsignal
zustaendig ist) betrieben werden darf, bei hoeheren Farbtiefen als
8 Bit begrenzt ist. So duerfen z.B. die weit verbreiteten Trio64-Chips
bei 8 Bit Farbtiefe mit 135 MHz Pixelclock betrieben werden, bei 16 Bit
Farbtiefe aber nur noch mit maximal 80 MHz.<p>
In dem obenstehenden Beispiel ist fuer den Modus "1024x768" in der
XF86Config eine Pixelclock von mehr als 80 MHz eingetragen, was bei 16
Bit Farbtiefe das Limit ueberschreitet, weshalb XFree den Modus nicht
zulaesst.<p>
Haeufig halten die Windows-Treiber die Spezifikation des Chipherstellers
im Gegensatz zu XFree nicht ein, so dass sie auch in 16 Bit mehr als den
eigentlich erlaubten Takt zulassen. Das funktioniert in der Praxis zwar
meistens, muss es aber nicht immer und kann zum fruehzeitigen Defekt der
Grafikkarte fuehren, da der Chip bei zu hohem Takt ueberhitzt werden
kann (die in Waerme umgesetzte Verlustleistung steigt mit der Frequenz).
<p>
Ab XFree 3.3.1 gibt es eine Option, mit der man die maximale Taktrate,
die man seiner Grafikkarte in Abhaengigkeit von der Farbtiefe
zumuten will, in der XF86Config einstellen kann. Die Benutzung erfolgt
auf eigene Gefahr. Wer die vorgesehenen Limits ueberschreiten will,
sollte genau wissen, was er tut!
<p>
Im o.g. Beispiel (S3 Trio 64) laesst sich bei 80MHz Pixelclock immer
noch ein 1024x768-VESA-Modus mit 70Hz Bildwiederholfrequenz nutzen.
Mit einer angepassten Modeline sind auch noch 75 oder 76 Hz moeglich.
</em><p>
Warum zeigt mein Rechner einen geringeren (hoeheren) BogoMips-Wert an
als ein Rechner mit einem anderen Prozessor, obwohl mein Rechner
tatsaechlich schneller (langsamer) ist?<p>
<em> Der BogoMips-Wert ist kein Mass fuer die Geschwindigkeit des Rechners,
daher auch die Bezeichnung _Bogo_, das kommt vom engl. Wort "bogus",
was unsinnig, falsch oder irrefuehrend bedeutet. Der Wert ist vom
verwendeten Prozessortyp abhaengig und zwischen verschiedenen
Prozessortypen nicht vergleichbar (beispielsweise liefert ein
486DX4-100 einen hoehren BogoMips-Wert als ein Pentium 100, obwohl
der Pentium deutlich schneller ist, noch extremer ist der Vergleich
zwischen einem AMD-K5 und einem Pentium)</em><p>
Welche Linux-Distribution ist die beste ?<p>
<em> Es gibt keine "beste" Linuxdistribution, das ist eine Frage der
persoenlichen Vorlieben. Die verschiedenen Distributionen haben
unterschiedliche Schwerpunkte, jeder muss fuer sich entscheiden,
was ihm besser gefaellt. Haeufig ist es sinnvoll, sich zumindest
etwas an dem zu orientieren, was Bekannte benutzen, da man so
einfacher Anprechpartner bei Problemen findet, ohne dabei die
Besonderheiten verschiedener Distributionen beachten zu muessen,
welche in manchen Faellen fuer Einsteiger etwas verwirrend sein
koennen. Die in Deutschland am weitesten verbreiteten Distributionen
duerften nach den News zu urteilen Debian, RedHat und Suse
sein (Aufzaehlung in alphabetischer Reihenfolge).
</em><p>
Ich habe mir ein kleines Testprogramm compiliert, aber wenn ich es
aufrufe, passiert gar nichts. Warum ?<p>
<em> Ein haeufig unter Linux (und natuerlich anderen Unix-Derivaten)
gemachter Fehler ist es, ein Programm "test" zu nennen. Es gibt ein
Systemkommando mit dem Namen "test", das einen logischen Ausdruck
auswertet und mit dem man z.B. ueberpruefen kann, ob eine bestimmte
Datei existiert (und noch einiges mehr). Wenn man ein Programm "test"
nennt und es aufruft, wird der eingestellte Suchpfad (enthalten in der
Shellvariable PATH) von vorne nach hinten durchsucht, bis ein
Programm mit dem Namen "test" gefunden wird. Das Verzeichnis, in dem
sich das Systemkommando "test" befindet, steht in der PATH-Variable in
der Regel weiter vorne als das eigene Home- oder Arbeitsverzeichnis, so
das nicht das gerade selbst compilierte Programm ausgefuehrt wird,
sondern das System-"test". Dieses erzeugt keine Ausgabe, sondern setzt,
je nach dem Ergebnis des als Parameter uebergebenen logischen
Ausdrucks, lediglich einen Fehlercode, den man in der Shell abfragen
kann. Es sieht also so aus, als ob das Programm nichts tut.</em><p>
Warum kann ich ein Programm als "normaler" User starten, aber nicht
als root ?<p>
<em> Wenn das Programm im aktuellen Verzeichnis steht, ist es warscheinlich
so, dass der Suchpfad fuer den "normalen" Benutzer das Verzeichnis ".",
d.h. das jeweils aktuelle Verzeichnis, enthaelt, der Suchpfad fuer
root aus Sicherheitsgruenden aber nicht. Unter Linux/Unix ist es
standardmaessig so, dass das aktuelle Verzeichnis NICHT im Suchpfad
steht, da man andernfalls sehr einfach ein "trojanisches Pferd"
mit einem gebraeuchlichen Namen irgendwo ablegen koennte und nur
darauf warten muesste, dass root im entsprechenden Verzeichnis
(versehentlich) das Programm startet. Bsp: ein trojanisches Pferd
mit dem Namen "sl" (ls als "Dreher") in /tmp. Sobald root in /tmp
waere und versehentlich "sl" statt "ls" tippt, kann das trojanische
Pferd alles tun, was es moechte, da es Root-Rechte hat, so z.B.
irgendwo eine SUID-root-Shell anlegen o.ae. <p>
Moechte man das Programm trotzdem starten, kann man es expilzit mit
voller Pfadangabe aufrufen ("/foo/bar/Programm") oder in Kurzform mit
"./Programm", da der Punkt fuer das aktuelle Verzeichnis steht.</em><p>
Unterstuetzt Linux FAT32 (das mit Win95b a.k.a. OSR2 eingefuehrte
"neue" Dateisystem) ?<p>
<em>
In den stabilen Kernels (2.0.x) noch nicht standardmaessig, es gibt
jedoch entsprechende Patches. Naehere Informationen sind im WWW
unter http://www-plateau.cs.berkeley.edu/people/chaffee/vfat.html
zu finden.</em><p>
Welche Libc-Version ist neuer: 5.4.4 oder 5.4.38 ?
<p>
<em> Libc 5.4.38 ist neuer. Die verschiedenen Versionsteile bzw.
"minor releases" sind bei der libc immer durch Punkte getrennt,
d.h. 38 ist als "achtunddreissig" zu verstehen, nicht als
"drei acht".</em><p>
Welchen Zweck hat die Datei /proc/kcore und warum belegt sie soviel
Platz auf meiner Platte ?<p>
<em> Die Dateien in /proc sind nur virtuell, d.h. sie belegen keinen
Plattenplatz, auch wenn sie scheinbar eine Laenge haben. Der Inhalt
der Dateien in /proc wird vom Kernel bei Bedarf generiert. /proc/kcore
ist ein Abbild des Hauptspeichers, d.h. die Datei ist genauso gross,
wie der vorhandenen Hauptspeicher. Das Proc-Dateisystem hat den Zweck,
den Zugriff auf Systeminformationen mit "normalen" Dateioperationen zu
ermoeglichen, so dass man sie z.B. leicht in Skripten verwenden kann.
</em><p>
Ich moechte StarOffice installieren, das Setup-Programm bricht aber
immer mit einem Skript-Fehler in Zeile 1 ab.<p>
<em> Die vorhandene libc ist zu alt, StarOffice benoetigt mindestens
libc 5.4.4.</em><p>
StarOffice ist installiert, wird aber beim Aufruf nicht gefunden oder
meldet, es koenne eine Bibliothek nicht oeffnen.<p>
<em> Das StarOffice-Setup muss fuer jeden Benutzer einmal ausgefuehrt werden,
der genaue Aufruf ist in dem README des StarOffice-Paketes beschrieben.
Dabei werden im Homeverzeichnis des jeweiligen Benutzers zwei
Dateien ".sd.sh" und ".sd.csh" angelegt. Bei Verwendung der bash
mu ".sd.sh" vor dem Start von StarOffice aufgerufen werden und
zwar durch ". ~/.sd.sh", bei der tcsh entsprechend ".sd.csh"
mittels "source ~/.sd.csh".
</em><p>
Warum habe ich bei StarOffice englische Menues, obwohl ich die
"German"-Pakete installiert habe ?<p>
<em> StarOffice orientiert sich an den vorhandenen Einstellungen fuer die zu
verwendende Sprache. Mit "export LANG=de" in der bash (bzw. dauerhaft
durch Aufnahme in eines der Shell-Startupscripte) bietet SO auch
deutsche Menues. Bei der tcsh erreicht man dies analog durch das
Kommando "setenv LANG de".</em><p>
<H3>Fragen zur Hardware</h3>
Funktioniert die Matrox Mystique unter Linux ?<P>
<em> Im Textmodus auf jeden Fall, XFree unterstuetzt die Mystique erstmals
in Version 3.3.</em> <p>
Funktioniert die Matrox Mystique II unter Linux ?<p>
<em> Im Textmodus auf jeden Fall, XFree unterstuetzt die Mystique II erstmals
in Version 3.3.1.</em><p>
Funktioniert die Matrox Millenium II unter Linux ?<p>
Im Textmodus auf jeden Fall, XFree unterstuetzt die Millenium II
erstmals in Version 3.3.1. Die Millenium II-Unterstuetzung ist noch
nicht ausgereift, sie wird in der Dokumentation als "experimental"
bezeichnet. <p>
Funktionieren GDI-Drucker (auch als "WinPrinter" bezeichnet) unter Linux?<p>
<em> Nein, und sie werden es auch aller Voraussicht nach in naeherer Zukunft
nicht.<p>
GDI-Drucker haben keine "Eigenintelligenz" und keinen eigenen Speicher,
sie verstehen daher auch keine Standard-Druckerkommandos. Sie
funktionieren nur unter Windows mit dem mitgelieferten Treiber,
unter DOS z.B. sind sie bereits nicht mehr nutzbar.
Die Datenuebertragung an einen solchen Drucker ist sehr zeitkritisch
und funktioniert in einer echten Multitasking-Umgebung nicht sauber.
Weiterhin sind die verwendeten Protokolle proprietaer, in den meisten
Faellen nicht bekannt und man muesste fuer jeden Druckertyp einen
eigenen Treiber schreiben.<p>
Es wird zwar an einer Unterstuetzung fuer den HP 820Cxi gearbeitet,
ob diese aber jemals "produktionsreif" funktioniert, ist noch nicht
absehbar.</em><p>
Warum funktioniert mein internes Modem nicht unter Linux ?<p>
<em> Wenn es sich um ein sogenanntes "WinModem" handelt, gilt das gleiche,
wie im Abschnitt "GDI-Drucker" beschrieben. Ein "WinModem" ist kein
Modem im herkoemmlichen Sinn (ein Geraet mit einer seriellen
Schnittstelle, das selbstaendig Daten in Toene und wieder zurueck
verwandelt und dabei gleichzeitig ggf. Fehler korrigiert). Bei einem
"WinModem" muss der Prozessor des Computers all diese Aufgaben
uebernehmen. Die verwendete Hardware ist proprietaer, die Ansteuerung
ist extrem zeitkritisch und in einer Multitasking-Umgebung wie unter
Linux derzeit nicht vernuenftig zu realisieren. "WinModems"
funktionieren nur unter Windows, unter DOS z.B. schon nicht mehr.
<p>
Handelt es sich nicht um ein "WinModem", aber um einen plug'n play-Typ,
kann es sein, dass die Einstellungen fuer IRQ und Basisadresse nicht
stimmen. Sind diese bekannt, koennen sie dem System mit dem Kommando
"setserial" uebermittelt werden. Ggf. muss man mit Hilfe der "isapnptools"
das Modem umkonfigurieren.
</em><p>
Funktioniert das Parallelport-ZIP unter Linux ?<P>
<em> Ja. Wenn ein neuer Kernel mit "make config" konfiguriert wird,
ist der Parallelport-Treiber unter den anderen SCSI-Treibern zu finden,
da es sich bei dem Parallelport-ZIP eigentlich um ein SCSI-ZIP mit
einem Parallelport->SCSI-Wandler handelt.
Eine Alternative zu dem (vergleichsweise langsamen) Standard-Treiber
gibt es unter http://www.torque.net/zip.html
und unter http://www.cyberelk.demon.co.uk/parport.html.</em><p>
Funktionieren Parallelport-Streamer unter Linux ?<p>
<em> Nein, bisher leider nicht.</em><p>
Kann ich mit meiner ISDN-Karte unter Linux Faxe empfangen?<P>
<em> Der Empfang analoger Faxe mit isdn4linux ist bisher nicht moeglich
und wird aufgrund der sehr zeitkritischen Analyse der analogen
Fax-Daten auch auf absehbare Zeit nicht moeglich sein, bisherige
Versuche zeigen noch keine befriedigenden Ergebnisse. An einem
Treiber, der auch den Analogteil mancher ELSA-ISDN-Karten
unterstuetzt, wird gearbeitet. Digitale G4-Faxe werden bisher noch
nicht unterstuetzt.</em><p>
Funktioniert die Hauppage Win/TV PCI unter Linux ?<P>
<em> Ja, Treiber dafuer (und fuer andere auf dem Bt848-Chip basierende
Fernseh/Video-Karten) gibt es im WWW unter
http://www.thp.uni-koeln.de/~rjkm/linux/bttv.html
Die Treiber befinden sich zwar offiziell noch in der Entwicklung,
funktionieren aber auf etlichen Systemen bereits stabil.</em>
Warum funktionieren unter Linux zwar MO-Medien mit einer Kapazitaet von
230MB, nicht aber solche mit 640MB ? <p>
<em> Linux unterstuetzt derzeit auf MOs nur eine Blockgroesse von 512 Bytes,
wie sie bei den 230MB-Medien verwendet wird, die 640MB-Medien benutzen
jedoch eine Blockgroesse von 2048 Bytes.
In den 2.1.X-Entwicklerkernels befindet sich auch Unterstuetzung fuer
Bloecke mit 2048 Bytes, jedoch sollte man genau wissen, was man tut,
bevor man sich einen Entwicklerkernel installiert.
Als Alternative dazu befinden sich unter
http://wwwcip.informatik.uni-erlangen.de/~orschaer/mo/
Patches fuer Kernel 2.0.X. Diese fuehren allerdings zu Problemen beim
Betrieb von IDE-Platten. Unter
http://www.uni-ulm.de/~s_mbuck1/linux/patches.html
befindet sich eine abgeaenderte Version, die dieses Problem nicht mehr
hat.<p>
Es wird dazu geraten, beim Erzeugen des Ext2-Filesystems auf einem
640MB-MO mittels mke2fs explizit eine Blockgroesse von 2048 Bytes
anzugeben, da es ansonsten zu Problemen kommen kann.
Ausserdem sind alte a.out-Binaries im QMAGIC-Format nur von Medien
zu starten, deren Blockgroesse identisch mit der des Geraetes ist, auf
dem sie erzeugt wurden, da die Headerinformationen im QMAGIC-Format
abhaengig von der Blockgroesse sind. Mit a.out-ZMAGIC und den aktuellen
ELF-Binaries tritt das Problem nicht auf.</em><p>
Wenn ich ein externes SCSI-Geraet (z.B. einen Scanner) erst nach
dem Booten einschalte, ist es nicht ansprechbar. Wie kann ich es
trotzdem benutzen ?<p>
<em> Der SCSI-Bus wird normalerweise nur bei der Initialisierung des
Hostadapters nach Geraeten abgesucht. Initialisiert wird der Hostadapter
entweder beim Booten, wenn der Treiber fest eincompiliert ist, oder,
falls er als Modul vorliegt, beim Laden des Moduls. Wenn ein SCSI-Geraet
zu diesem Zeitpunkt nicht eingeschaltet ist, kann es nicht gefunden werden.
Neben der unbefriedigenden Loesung, beim Systemstart alle Geraete
einzuschalten, besteht die Moeglichkeit, dem Kernel auch im laufenden
Betrieb mitzuteilen, dass nach einem SCSI-Geraet gesucht werden soll.
Dazu wird das Kommando<p>
"scsi add-single-device <Host> <Channel> <ID> <LUN>"<p>
in die Pseudo-Datei /proc/scsi/scsi geschrieben. Dabei bedeuten<p>
<pre>
Host : die Nummer des Hostadapters (bei nur einem Hostadapter
wird hier 0 angegeben),
Channel : die Nummer des SCSI-Kanals auf dem ausgewaehlten Hostadapter
(bei einem einkanaligen Adapter, was wohl der haeufigste
Fall sein wird, wird eine 0 angegeben),
ID : die SCSI-ID des neu hinzugekommenen Geraetes,
LUN : soweit mit LUNs (Logical Unit Numbers) gearbeitet wird,
die LUN des hinzugekommenen Geraetes.
</pre><p>
Um also z.B. einen Scanner mit der SCSI-ID 6 an einem einzelnen
einkanaligen Hostadapter nachtraeglich anzumelden, genuegt in der
Shell das Kommando<p>
echo "scsi add-single-device 0 0 6 0 " >/proc/scsi/scsi<p>
Dabei sollte das spaeter eingeschaltete Geraet die hoechste SCSI-ID
im Strang haben, da es ansonsten zu Problemen mit der Vergabe der
Device-Namen kommen kann. SCSI-Devicenamen (/dev/sdx fuer Festplatten,
/dev/stx fuer Streamer, /dev/scdx fuer CDROMs und /dev/sgx fuer
generic SCSI-Devices wie z.B. Scanner oder CD-Brenner) werden in der
Reihenfolge der SCSI-IDs vergeben. Damit waere z.B. sda die Platte mit
der kleinsten SCSI-ID, sdb die Festplatte mit der naechstgroesseren
SCSI-ID etc. Es gibt aber keine feste Kopplung der Buchstaben an die
SCSI-ID, sondern es kommt nur auf die Reihenfolge an, d.h. die erste
Festplatte muss nicht unbedingt ID 0 und die zweite Festplatte ID 1
haben, sondern sie koennten z.B. auch die IDs 3 und 6 haben.
Wird jetzt nachtraeglich ein Geraet eingebunden, das eine kleinere
ID hat, als ein bereits angemeldetes, wuerden sich die Devicenamen
aller Geraete mit einer hoeheren ID verschieben, was ein ziemliches
Chaos zur Folge haette.<p>
WICHTIG: Auch wenn es moeglich ist, nachtraeglich eingeschaltete
Geraete zu erkennen, duerfen waehrend des Betriebes keine Geraete
physikalisch an den Bus angeschlossen oder von ihm abgetrennt werden
(sogenanntes Hot-Plugging), da das zu schweren Hardwareschaeden
fuehren kann. Dies ist nur mit speziell dafuer ausgelegten Hostadaptern
und SCSI-Geraeten moeglich.<p>
Stephan Loescher (loescher@leo.org) hat in de.comp.os.linux.hardware
ein kleines Skript gepostet, das unter Benutzung des o.g. Kommandos
den SCSI-Bus nach neuen Geraeten absucht. Der Artikel traegt die
Message-ID <pM6OzUYQ44+f088yn@leo.org> und ist bei Bedarf mit DejaNews
zu finden (siehe oben). </em><p>
Seit ich meinen Speicher aufgeruestet habe, ist Linux viel langsamer
geworden. Unter DOS tritt der Effekt aber nicht auf. Woran liegt das ?<p>
<em> Dieser Effekt tritt auf, wenn mehr Speicher im Rechner vorhanden ist,
als die Cache-Logik des Mainboards verwalten kann. Das fuehrt dazu,
dass Speicher, der oberhalb einer gewissen Grenze (haeufig 64MB, bei
vielen 486er-Boards aber auch schon 32MB) liegt, nicht mehr gecachet
wird, so dass Zugriffe in diesem Bereich sehr langsam sind.
Dies ist eine Hardwarebeschraenkung, die nichts mit Linux zu tun hat,
aber unter Linux sichtbar wird, da Linux den Speicher vollstaendig
nutzt und viele Daten im oberen Adressraum ablegt. Unter DOS werden
standardmaessig nur die unteren 640kB verwendet, die natuerlich
innerhalb des cachebaren Bereichs liegen, und bei der Verwendung von
EMS/XMS wird der Speicher von unten nach oben belegt, so dass der Effekt
erst sichtbar wird, wenn ein DOS-Programm wirklich mehr als die o.g.
Obergrenze verwendet. Ein DOS-Programm, das mehr als 64MB Speicher
anspricht, ist mir bisher allerdings noch nicht untergekommen.
<p>
Bei manchen Boards kann man im BIOS einen Wert fuer die "cacheable area"
setzen. Dieser sollte natuerlich moeglichst hoch eingestellt werden.
Die maximale Groesse der cacheable area ist von mehreren Faktoren
abhaengig: von der Groesse des Cache, von der Breite des Tag-RAMs und
vom Chipsatz. Von den Intel-Chipsaetzen fuer Pentiums (FX, HX, VX, TX)
haben AFAIK alle bis auf den HX eine im Chipsatz liegende Beschraenkung
auf 64MB cacheable area, auch wenn der Chipsatz insgesamt mehr Speicher
verwalten kann, der jedoch dann nicht gecachet wird.<p>
Bei einem HX-Board muss ausserdem fuer eine cacheable area ueber 64MB
ein 11 Bit breites Tag-RAM verwendet werden. Manche HX-Boards werden
standardmaessig mit einem 8Bit breiten Tag-RAM ausgeliefert und muessen
mit einem 11 Bit breiten Tag nachgeruestet werden, um mehr als 64MB
cachen zu koennen.<p>
Wenn jemand Informationen ueber die Groesse der cacheable area bei
Nicht-Intel-Chipsaetzen hat, moege er mir die bitte mitteilen, damit ich
diese Informationen hier noch aufnehmen kann.
</em><p>
</BODY>
</HTML>
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