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<!-- naechsteschritte.sgml
Copyright (c) 1998, Christian Leutloff <leutloff@oche.de>
1999, Philipp Frauenfelder <pfrauenf@debian.org>
1999, Martin Schulze <joey@infodrom.north.de>
-->
<CHAPT ID="Installationsmethoden">Installationsmethoden fr Debian
<sect>Einfhrung
<p>
Die Installation von Debian lt sich von den folgenden Medien
beginnen: Disketten, Festplatte oder CDROM. Hat die Installation
begonnen, knnen weitere Daten zustzlich via FTP oder NFS angefordert
werden. Wie das im einzelnen funktioniert, wird im folgenden nher
erlutert.
<p>
Wenn Sie sich bis hierher vorgearbeitet haben, dann sind im
wesentlichen noch die folgenden Schritte durchzufhren (wie in <ref
id="organisation"> beschrieben):
<enumlist compact>
<item>Booten des Systems
<item>Erste Konfiguration, um die Installation vorzubereiten
<item>Basis-System installieren
<item>Basis-System booten und konfigurieren
<item>Restliches System installieren
</enumlist>
<P>
Der erste Schritt aus der obigen Liste wird im allgemeinen mit der
Notfall-Diskette oder der bootfhigen CDROM erledigt. (siehe <ref
id="Systeminstallation">) Wenn Sie auf diese Weise Linux gestartet
haben, erscheint das <prgn>dbootstrap</prgn>-Programm und wird Sie durch
die weitere Installation fhren. (siehe <ref ID="Installation">)
<p>
Nachdem einige Einstellungen vorgenommen wurden, installiert
<prgn>dbootstrap</prgn> das sogenannte Basis-System. Dieses ist eine
Auswahl von Paketen, die bentigt werden, um ein minimales Debian
GNU/Linux selbstndig zu starten. Wenn Sie das Basis-System
installiert und konfiguriert haben, kann Ihr Computer bereits <em>auf
eigenen Fssen stehen</em>. Das Basis-System kann von folgenden
Medien installiert werden: Disketten, Festplatte, CDROM oder via
NFS-Dateisystem. Die Einzelheiten bernimmt <prgn>dbootstrap</prgn>
fr Sie. (siehe <ref id="base-installieren">)
<p>
Nachdem das Basis-System installiert und konfiguriert ist, mu der
Rest von Debian GNU/Linux installiert werden. Darin enthalten sind
Anwendungen und Dokumente, die Sie auf Ihrem Computer verwenden
werden, so wie das X11-System, Editoren, Entwicklungs-Umgebungen
etc. Dieser Teil von Debian wird von CDROM, dem Internet oder Intranet
(HTTP, FTP, NFS) installiert. Fr diesen Schritt werden Sie die
Standard-Werkzeuge fr das Paket-Management von Debian verwenden:
<prgn>dselect</prgn> oder <prgn>apt-get</prgn>. (siehe <ref
ID="DselectTutorial">)
<p>
Whrend des Installationsvorgangs werden die Daten von jeder Diskette
einzeln angefordert, soda sie auch auf unterschiedlichen Medien
vorliegen drfen. Das bedeutet zum Beispiel, da Sie zum Starten des
Installationsvorganges den Rechner von einer Diskette booten, die
folgenden Daten (<em>driver</em>-Diskette, <em>base</em>-Diskette)
dann jedoch von CDROM installieren knnen. Dazu liegen die Disketten
teilweise in verschiedenen Dateiformaten vor: Zum einen als
Disketten-Images, welche direkt auf eine Diskette geschrieben werden,
zum anderen als Archive (tar), welche von der CDROM oder per NFS
gelesen werden.
<p>
Die Installationsdisketten sind in drei verschiedene Serien
unterteilt: Die Notfall-Diskette (<em>rescue</em>), die Treiberdiskette
(<em>driver</em>) sowie die Basisdisketten (<em>base</em>). Zustzlich
existiert noch eine <em>lowmem</em>-Diskette fr Systeme mit wenig
Arbeitsspeicher.
<p>
Ab der Version 2.1 von Debian GNU/Linux werden nicht ausschlielich
englisch-sprachige Bootdisketten zur Verfgung gestellt. Die
Entwickler haben die Texte, die whrend der Installation angezeigt
werden in verschiedene Sprachen (Spanisch, Englisch, Franzsisch,
Deutsch, Italienisch etc.) bersetzt. Daher liegen in einem
entsprechenden Unterverzeichnis weitere Installationsdisketten
(<em>rescue</em>) in der jeweiligen Sprache. Dieser Text verweist der
Einfachheit halber jedoch weiterhin auf die Englischen Disketten (und
damit auf die englischen Texte).
<p>
Der nchste Abschnitt enthlt eine Liste der Dateien, welche Sie im
<TT>disks-i386</TT> Verzeichnis finden. Es ist nicht ntig, da Sie
alle Dateien herunterladen bzw. auf Diskette spielen, sondern nur
diejenigen, die Sie fr Ihre Installation bentigen. Die
Installationsdisketten liegen sowohl in einem Format fr 1,44 MB
Laufwerke vor, als auch fr die lteren 1,2MB Laufwerke. Die Dateien
fr die 1,44MB Laufwerke enthalten eine ``14'' im Dateinamen, die
Dateien fr die 1,2MB Laufwerke enthalten eine ``12'' im Dateinamen.
<sect id="install-medium-waehlen">Installations-Medien auswhlen
<p>
Zuerst sollten Sie die Medien auswhlen, von denen Sie das
Installations-System booten mchten. Als nchstes whlen Sie die
Methode, um das Basis-System zu installieren.
<sect1>Boot-Medium auswhlen
<p>
Um das Installations-System zu booten haben Sie folgende Auswahl:
Disketten, bootfhige CDROM oder ein Lade-Programm aus DOS.
<taglist>
<tag>Disketten
<item>Besorgen Sie sich die Images fr die <em>rescue</em>- und
<em>driver</em>-Disketten und erzeugen Sie daraus Boot-Disketten
wie in <ref id="images-schreiben"> beschrieben.
<tag>CDROM
<item>Das ist eine der einfachsten Mglichkeiten fr die
Installation. Wenn Sie Pech haben und der Kernel auf der CDROM
fr Sie nicht funktioniert, dann mssen Sie jedoch auf eine anderen
Methode zurckgreifen. Die Installation von CDROM ist in <ref
id="install-von-cdrom"> beschrieben.
<tag>Lade-Programm aus DOS
<item>Das ist oft eine sehr bequeme Methode, in der Linux direkt von
DOS aus gestartet wird, siehe <ref id="install-von-dos">.
</taglist>
<sect id="ueberblick-ueber-installdateien">berblick ber die
Installationsdateien
<p>
Sie erhalten die Dateien vom <url id="&url-disks-current" name="FTP
Server"> bzw. einem der gespiegelten Mirror FTP Server (siehe Anhang
<REF ID="Mirrors">). Smtliche Installationsdateien befinden sich
ebenfalls auf der Debian CDROM im Verzeichnis
<TT>.../dists/slink/disks-i386/current/</TT>.
<taglist>
<TAG><url id="&local-resc1440" name="resc1440.bin">, <url
id="&local-resc1440-tecra" name="resc1440tecra.bin">, <url
id="&local-resc1200" name="resc1200.bin">: Image fr die
Notfall-Diskette (<em>rescue</em>)
<item>Hierbei handelt es sich um die Notfall-Diskette. Sie wird sowohl
fr die Erstinstallation verwendet, als auch fr den Fall, da
Ihr System aus irgendeinem Grund nicht mehr von alleine
bootet. Darum sollten Sie auf jeden Fall eine Notfall-Diskette
anlegen, auch wenn Sie nicht von Diskette installieren
wollen. Das `tecra'-Image ist eine alternatives Image fr solche,
die mit den Standard-Disketten Mhe haben (vor allem fr Notebooks).
<TAG><url id="&local-drv1440" name="drv1440.bin">, <url
id="&local-drv1440-tecra" name="drv1440tecra.bin">, <url
id="&local-drv1200" name="drv1200.bin">: Image fr
Treiberdiskette (<em>driver</em>)
<item>Die Treiberdiskette enthlt die Kernelmodule bzw. Treiber, die
nicht fr den unmittelbaren Bootvorgang notwendig sind. Whrend
des Installationsvorgangs werden Sie nach den Treibern gefragt,
die fr Ihr System notwendig sind.
<TAG><url id="&local-base21-all" name="base2_1.tgz"> oder
<url id="&local-base14-1" name="base14-1.bin">,
<url id="&local-base14-2" name="base14-2.bin">,
<url id="&local-base14-3" name="base14-3.bin">,
<url id="&local-base14-4" name="base14-4.bin">,
<url id="&local-base14-5" name="base14-5.bin">,
<url id="&local-base14-6" name="base14-6.bin">,
<url id="&local-base14-7" name="base14-7.bin">,
<url id="&local-base12-1" name="base12-1.bin"> oder
<url id="&local-base12-2" name="base12-2.bin">,
<url id="&local-base12-3" name="base12-3.bin">,
<url id="&local-base12-4" name="base12-4.bin">,
<url id="&local-base12-5" name="base12-5.bin">,
<url id="&local-base12-6" name="base12-6.bin">,
<url id="&local-base12-8" name="base12-8.bin">,
<url id="&local-base12-9" name="base12-9.bin">:
Das Basis-System
<item>Diese Dateien enthalten das Basis-System, das bei der
Installation auf Ihre Linux Partition installiert wird. Das
Basis-System wird bentigt, um die restliche Installation
durchfhren zu knnen. <TT>base2_1.tgz</TT> ist ein
komprimiertes Archiv des Basis-Systems, das verwendet wird, wenn Sie nicht von
Diskette installieren, sondern von CDROM oder via NFS,
<TT>base14-x.bin</TT> (mit x = 1..7) sind
die sieben Diskettenimages fr 1,44 MB Disketten und
<TT>base12-x.bin</TT> (mit x = 1..8) sind die acht
Diskettenimages fr 1,2 MB Disketten.
<TAG><url id="&local-root" name="root.bin">: Image fr temporres
Dateisystem
<item>Diese Datei enthlt ein Image des temporren Dateisystems,
welches whrend der Installation in den Speicher geladen wird,
wenn Sie von der Festplatte bzw. CDROM installieren. Diese Datei
enthlt das komplette komprimierte Dateisystem, das auch auf den
Bootdisketten enthalten ist. Wenn Sie Programme austauschen,
mu es mit <prgn>gunzip</prgn> dekomprimiert
werden. Anschlieend knnen Sie es via Loopback ins System
montieren (<tt>mount -o loop -t minix root.bin /mnt</tt>),
verndern, mit <prgn>gzip</prgn> komprimieren und wieder auf die
Bootdiskette schreiben.
<tag><url id="&local-lowmem" name="lowmem.bin">: Image fr die
Notfall-Diskette (<em>lowmen</em>, <em>rescue</em>)
<item>Hierbei handelt es sich um die Notfall-Diskette, jedoch fr
Rechner mit wenig Arbeitsspeicher. Sie wird sowohl fr die
Erstinstallation verwendet, als auch fr Notflle, in denen Sie
Ihr System aus irgendeinem Grund von Diskette booten mssen.
<TAG><url id="&local-rawrite" name="rawrite2.exe">: Ein DOS-Programm
zum Schreiben der Diskette-Images
<item>Mit dem Programm <PRGN>rawrite2.exe</PRGN> werden unter DOS die
Disketten-Images auf eine Diskette gespielt. Sie drfen die
Imagedateien (<tt>*.bin</tt>) nicht direkt auf die Disketten
kopieren, sondern mssen dieses Programm dafr verwenden.
<TAG><url id="&local-loadlin" name="loadlin.exe">: Linux Boot Loader
fr DOS
<item>Sie bentigen den Bootloader <PRGN>loadlin.exe</PRGN>, wenn Sie
die Installation von DOS aus durchfhren. Siehe <ref id="install-von-dos">.
<TAG><url id="&local-install-bat" name="install.bat">: DOS-Batchdatei
zum Starten der Installation unter DOS
<item>Sie bentigen die DOS-Batchdatei <PRGN>install.bat</PRGN>, wenn
Sie die Installation von DOS aus durchfhren. <PRGN>install.bat</PRGN> verwendet
<PRGN>loadlin.exe</PRGN>. Siehe <ref id="install-von-dos">.
<TAG><url id="&local-linux-kernel" name="linux">: Linux-Kernel Image
<item>Sie bentigen das Linux-Kernel Image <TT>linux</TT>, wenn Sie
die Installation von DOS aus durchfhren.
<TAG><url id="&local-install-txt" name="install.txt">, <url
id="&local-install-html" name="install.html">:
Installationsanleitung
<item>Das englischsprachige Original zu dieser Installationsanleitung.
<TAG><url id="&man-cfdisk" name="cfdisk.txt">, <url id="&man-fdisk"
name="fdisk.txt">
<item>Die Bedienungsanleitung fr die Programme zum Partitionieren der
Festplatte: <prgn>cfdisk</prgn> und <prgn>fdisk</prgn>.
<TAG><url id="&local-base-cont" name="basecont.txt">
<item>Enthlt eine Inhaltsangabe des Basis-Systems.
</taglist>
<sect id="install-von-hd">Installation von der Festplatte
<SECT1 id="install-von-dos">Installation von DOS aus starten
<P>
Es ist mglich, Debian von DOS aus von einer schon installierten
DOS-Partition oder eingelegten CDROM auf demselben System zu
installieren. So gehen Sie vor:
<enumlist>
<item>Besorgen Sie sich die folgenden Dateien und kopieren Sie diese
in ein Verzeichnis auf Ihrer DOS Partition:
<url id="&local-resc1440" name="resc1440.bin">,
<url id="&local-drv1440" name="drv1440.bin">,
<url id="&local-base21-all" name="base2_1.tgz">,
<url id="&local-root" name="root.bin">,
<url id="&local-linux-kernel" name="linux">,
<url id="&local-install-bat" name="install.bat"> und
<url id="&local-loadlin" name="loadlin.exe">.
<item>Booten Sie DOS (nicht Windows) ohne irgendwelche Treiber. Dazu
mssen Sie einfach im richtigen Augenblick <em>F8</em> drcken.
<item>Rufen Sie anschlieend <TT>install.bat</TT> auf.
<item>Fahren Sie mit <REF ID="Systeminstallation"> fort.
</enumlist>
<SECT1 id="install-von-e2">Installation von einer Linux-Partition
<p>
Sie knnen Debian auch von einer <em>ext2fs</em>-Partition her
installieren. Das ist ntzlich, wenn Sie ihr bisheriges Linux-System
durch Debian GNU/Linux ersetzen wollen.
<p>
Beachten Sie, da die Partition <em>von</em> der Sie installieren
nicht die gleiche sein sollte, <em>auf</em> die Sie installieren.
<enumlist>
<item>Besorgen Sie sich die folgenden Dateien und kopieren Sie diese
in ein Verzeichnis auf Ihrer Linux-Partition:
<url id="&local-resc1440" name="resc1440.bin">,
<url id="&local-drv1440" name="drv1440.bin"> und
<url id="&local-base21-all" name="base2_1.tgz">.
<item>Schreiben Sie das Image fr die Notfall-Diskette
(<em>rescue</em>) auf eine Diskette wie in <ref
id="images-schreiben"> gezeigt.
<item>Booten Sie Ihren Computer mit der Notfall-Diskette neu.
<item>Fahren Sie mit <REF ID="Systeminstallation"> fort.
</enumlist>
<SECT id="install-von-cdrom">Installation von CDROM
<P>
Hchstwahrscheinlich werden Sie Debian GNU/Linux von der offiziellen
Debian CDROM installieren. Im einfachsten Fall booten Sie das
Installationsprogramm direkt von der CDROM. Dazu mu allerdings das
BIOS Ihres Rechners entsprechend konfiguriert sein (siehe <ref
id="boot-laufwerk-bestimmen">). Legen Sie die erste CDROM ins Laufwerk
und booten Sie. Wenn Sie ein System haben, das <em>tecra</em>-Images
bentigt, dann verwenden Sie die zweite CDROM anstelle der ersten.
Fahren Sie mit <REF ID="Systeminstallation"> fort.
<!-- FIXME: Is this really boot.bat instead of install.bat -->
<p>
Falls Ihre Hardware nicht in der Lage ist, von CDROM zu booten,
sollten Sie DOS booten und <tt>boot.bat</tt> aus dem Verzeichnis
<tt>\boot</tt> auf der CDROM ausfhren. Fahren Sie mit <ref
ID="Installation"> fort.
<sect id="install-von-nfs">Installation ber NFS
<p>
Systembedingt knnen Sie nur das Basis-System mit dieser Methode
installieren. Sie mssen also die Nofall- und Treiber-Disketten
(<em>rescue</em> und <em>driver</em>) lokal vorliegen haben und eine
der obigen Methoden benutzen. Um das Basis-System ber NFS zu
installieren, mssen Sie nach <ref ID="Installation"> vorgehen, Sie
drfen allerdings nicht vergessen, die Module (Treiber) fr Ihre
Netzwerk-Karte und fr NFS (ein Dateisystem) zu installieren.
<p>
Wenn <em>dbootstrap</em> Sie fragt, wo das Basis-System zu finden
ist (<ref id="base-installieren">), whlen Sie NFS aus und folgen den
Anweisungen.
<SECT id="install-von-floppy">Installation von Disketten
<P>
Die Installation von Disketten ist nicht empfehlenswert, denn
Disketten sind inzwischen sehr stranfllige Medien. Die Installation
von Disketten wird dann durchgefhrt, wenn keine der obigen Methoden
mglich ist.
<p>
So gehen Sie vor:
<enumlist>
<item>Besorgen Sie sich folgende Image-Dateien (Beschreibung siehe <ref
id="ueberblick-ueber-installdateien">):
<list compact>
<item>Notfall-Diskette (<em>rescue</em>)
<item>Treiber-Diskette (<em>driver</em>)
<item>Disketten fr das Basis-System (<url id="&local-base14-1"
name="base14-1.bin"> etc.)
</list>
<item>Besorgen Sie sich gengend Disketten.
<item>Beschreiben Sie die Disketten wie in <ref
id="images-schreiben"> beschrieben.
<item>Booten Sie mit der Notfall-Diskette Ihren Computer neu.
<item>Folgen Sie <ref ID="Systeminstallation">.
</enumlist>
<sect id="install-lowmem">Installation auf Systemen mit wenig
Arbeitsspeicher
<p>
Wenn Ihr System weniger als 5MB Hauptspeicher besitzt, dann sollten
Sie die spezielle Bootdiskette <tt>lowmem.bin</tt> benutzen. Dieses
Disketten-Image mu wie im folgenden Abschnitt beschrieben auf
Diskette geschrieben werden. Weitere Hinweise finden Sie in <ref
ID="wenig-hauptspeicher">.
<SECT id="images-schreiben">Schreiben der Disketten-Images auf Diskette
<p>
Bei den Disketten-Images handelt es sich um Dateien, die den gesamten
Inhalt einer Diskette in roher Form enthlt. Disketten-Images wie
z.B. <url id="&local-resc1440" name="resc1440.bin"> drfen nicht
einfach auf eine Diskette kopiert werden. Ein spezielles Programm mu
stattdessen benutzt werden, um das Image 1:1 auf die Diskette zu
schreiben. Dieses ist ntig, da der Inhalt Sektor fr Sektor auf die
Diskette kopiert werden mu.
<p>
Es gibt je nach verwendeter Plattform verschiedene Techniken, aus den
Disketten-Images fertige Disketten zu erzeugen. Dieser Abschnitt
beschreibt, wie Sie die Disketten auf unterschiedlichen Plattformen
erzeugen.
<p>
Unabhngig davon, welche Methode Sie benutzen, um die fertigen
Disketten zu erzeugen, sollten Sie daran denken, den Schreibschutz zu
aktivieren, nachdem Sie die Diskette geschrieben haben.
<SECT1>Linux- oder UNIX-Rechner
<p>
Um die Disketten-Images auf eine Diskette zu schreiben, mssen Sie
unter Debian in der Gruppe <tt>disk</tt> sein, oder als <tt>root</tt>
arbeiten. Legen Sie dazu eine gute, leere Diskette in das
Diskettenlaufwerk ein und benutzen Sie den Befehl:
<example>
dd if=<var>Dateiname</var> of=/dev/fd0 bs=512 conv=sync ; sync
</example>
<var>Dateiname</var> ist dabei der Name eines Disketten-Images.
<tt>/dev/fd0</tt> ist der blicherweise benutze Name fr das erste
Diskettenlaufwerk. Wenn Sie unter einem anderen Unix-System arbeiten,
kann er anders lauten. (auf Solaris ist es beispielsweise
<tt>/dev/fd/0</tt>) Der obige Befehl wird eventuell beendet, bevor
Unix die Daten tatschlich auf die Diskette geschrieben hat. Achten
Sie daher auf das Aktivitts-Lmpchen am Laufwerk, bevor Sie die
Diskette herausnehmen. Auf einigen Systemen mssen Sie einen
speziellen Befehl aufrufen, um die Diskette aus dem Laufwerk auswerfen
zu lassen. (auf Solaris benutzen Sie dazu <prgn>eject</prgn>).
<P>
Manche Systeme mounten eingelegte Disketten automatisch. Um die
Disketten sektorweise beschreiben zu knnen, mssen Sie diese
Eigenschaft ausschalten. Das Beschreiben mit den Image-Dateien ist nur
im sogenannten <em>raw mode</em> der Diskettenlaufwerke mglich. Wie
Sie dieses erreichen, ist abhngig vom verwendeten Betriebssystem.
Stellen Sie unter Solaris sicher, da <prgn>vold</prgn> nicht
luft. Fragen Sie dazu ggf. Ihren Systemadministrator.
<SECT1>DOS-, Windows- oder OS/2-Rechner
<P>
Sie finden das Programm <url id="&local-rawrite" name="rawrite2.exe">
im selben Verzeichnis wie die Image-Dateien. Dort finden Sie auch die
Textdatei <url id="&local-rawrite-txt" name="rawrite2.txt">, welche
weitergehende Erluterungen zu <PRGN>rawrite2.exe</PRGN> enthlt.
<P>
Um die Installationsdisketten zu erstellen, also die Image-Datei auf
die Diskette zu kopieren, geben Sie den folgenden Befehl ein:
<EXAMPLE>
rawrite2 -f <var>Dateiname</var> -d <var>Laufwerk</var>
</EXAMPLE>
Als <var>Dateiname</var> geben Sie den Namen der Image-Datei an und
als <var>Laufwerk</var> den gewnschten Laufwerksbuchstaben. So knnen
Sie beispielsweise die Root-Diskette beschreiben, die in Ihrem
<TT>A:</TT>-Laufwerk liegt:
<EXAMPLE>
rawrite2 -f root.bin -d a:
</EXAMPLE>
<SECT1>Zuverlssigkeit von Diskettenlaufwerken
<P>
Das grte Problem bei der Erstinstallation eines Linux-Systems
scheint das Diskettenlaufwerk zu sein.
<P>
Die erste Diskette (<em>rescue</em>) ist diejenige mit den grten
Problemen, weil sie mit Hilfe des BIOS gelesen wird. Dabei zeigt sich,
da das BIOS die Disketten nicht so zuverlssig lesen kann, wie es der
Linux-Treiber zu tun pflegt. In Extremfllen beendet das BIOS einfach
den Lesevorgang ohne einen Hinweis zu geben, wenn es nicht
einwandfreie Daten einliest. Auch bei den spteren Disketten kann es
zu Problemen kommen. Ein typisches Kennzeichen ist es, wenn der
Bildschirm mit <tt>disk I/O error</tt>-Meldungen gefllt wird.
<P>
Wird Ihr Installationsvorgang einmal bei einer bestimmten Diskette
unterbrochen, dann sollten Sie sich als erstes das zugehrige
Disketten-Image erneut besorgen und auf eine <EM>andere</EM> Diskette
schreiben. Die alte Diskette einfach zu formatieren ist nicht immer
ausreichend, auch wenn sie scheinbar fehlerfrei zu formatieren und zu
beschreiben ist. Manchmal hilft es auch, die Disketten auf einem
anderen Rechner zu beschreiben.
<p>
Ein Benutzer hat berichtet, da er die Images <em>dreimal</em> auf
Disketten schreiben mute, bevor eine funktioniert hat. Anschlieend
war alles prima mit der dritten Diskette.
<p>
Andere Benutzer haben berichtet, da einfaches Neustarten des Rechners
mit der gleichen Diskette ebenfalls zu einem erfolgreichen Booten
fhren kann. Der Grund dafr liegt in fehlerhafter Hard- oder
Firmware des Laufwerks.
<!--
Local variables:
mode: iso-accents
End:
-->
|