1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133
|
\documentclass[12pt,a4paper]{article}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[latin1]{inputenc}
\usepackage{german,epsf}
\usepackage{palatino,euler}
\begin{document}
\title{Eine (weitere) \TeX Shell fr LinuX}
\author{Jens Pnisch\thanks{EMail: poenisch@Wirtschaft.tu-Chemnitz.de}\\
TU Chemnitz-Zwickau}
\maketitle
\section{Entstehung}
Das Satzsystem \TeX/\LaTeX{} ist unter LinuX schon seit mehreren Jahren
verfgbar, allerdings war das Arbeiten zunchst nur im Kommandozeilenmodus
mglich.
Mit der Verfgbarkeit von X11 sowie der Scriptsprache Tcl/Tk ist es jedoch
relativ einfach, eine hnlich bequeme Entwicklungsumgebung wie die
MS-DOS-\TeX-Shell von Schlegelmilch bereitzustellen.
Von der Universitt Bremen stammt ein Programm XTexMenu ({\tt xtem}),
von M. T. Hofmann wurde die Umgebung XTeXShell entwickelt.
Mit beiden Programmen ist eine komfortable Arbeit mglich. Wer jedoch vorher
mit der MS-DOS-\TeX-Shell gearbeitet hat, wird die bekannten Tasten-Krzel
{\tt Shift-F3}, {\tt F6}, {\tt F8}, \dots vermissen, die ein Ansprechen der
wichtigsten Funktionen schnell ermglichen. Deshalb entwickelte ich
eine weitere Oberflche, die ihren Schwerpunkt in der Bedienung ber die
Tastatur sieht.
\section{Voraussetzungen und Installation}
Folgende Voraussetzungen mssen erfllt sein:
\begin{itemize}
\item installiertes X11-Windows-System, Auflsung mindestens 800x600,
\item Tcl, Version 8.0 oder hher,
\item Tk, Version 8.0 oder hher,
\end{itemize}
Die Installation ist relativ einfach:
\begin{itemize}
\item Anmelden als root, Starten von X
\item Auspacken der Sourcefiles im gewnschten Verzeichnis und Wechsel in
dieses:
\begin{verbatim}
tar xzvf [Pfad]/ts.tgz
cd ts-????
\end{verbatim}
\item Prfen, ob wish vorhanden ist: \verb+which wish+
\item Falls wish nicht gefunden wird, Suche nach wish8.0 und Anlegen eines
symbolischen Links:
\begin{verbatim}
cd /usr/local/bin
ln -s `which wish8.0` wish
\end{verbatim}
\item Aufruf: \verb+./install.sh+
\item Einstellen der Pfade und Besttigen des "`Install!"'-Buttons.
\end{itemize}
Beim ersten Start wird im HOME-Verzeichnis des Benutzers ein Verzeichnis
{\tt .ts} angelegt, die die Konfigurationsdaten enthlt.
%
\section{Arbeitsweise}
\begin{figure}
\epsfxsize\textwidth
\epsffile{ts.eps}
\caption{Die \TeX Shell}
\end{figure}
Die \TeX Shell wird mit dem Kommando {\tt ts [Primrdatei]} gestartet. Links
oben erscheint das Hauptmen, daneben das Fenster fr Systemmeldungen.
Das Hauptmen mu fokussiert werden, danach wird der Focus von der
Oberflche selbst verwaltet (Hier gibt es noch Probleme).
Mit {\tt F13} bzw. {\tt Shift-F3} wird das Primrfile ausgewhlt. Diese Datei
wird mit
{\tt F6} bersetzt, mit {\tt F8} betrachtet und mit {\tt F9} gedruckt.
Es knnen bis zu neun Editoren mit {\tt F3} geffnet werden. Ein Wechsel
zwischen ihnen erfolgt mit {\tt Alt-Nummer}. Mit {\tt Alt-0} wird der
Editor fr das Primrfile ausgewhlt bzw. geffnet.
Der eingebaute Editor ist noch recht spartanisch, untersttzt jedoch Markieren
mit {\tt Shift-Cursortaste} und die Blockkommandos Cut ({\tt Ctrl-x}), Copy
({\tt Ctrl-c}) und Paste ({\tt Ctrl-v}), die bergreifend zwischen den
Editorfenstern wirken. Smtliche Funktionstasten funktionieren natrlich
auch aus jedem Editorfenster. Es knnen externe Editoren benutzt
werden, allerdings funktioniert dann ein automatisches Verwalten des Focus
sowie die Verwendung der Funktionstasten aus dem Editor heraus nicht mehr.
Zur Umschalten und Konfigurieren der \TeX Shell-Funktionen wird die
Funktionstaste gemeinsam mit der {\tt Ctrl}-Taste gedrckt bzw. der
Funktionsschalter mit der rechten Maustaste bettigt. Im Konfigurationsdialog
knnen Anwendungen aufgenommen, ausgewhlt oder deren Parameter verndert
werden. Der "Ubernahme erfolgt mit {\tt Ctrl-Enter}, ein Abbruch mit
{\tt Escape}.
Die Anwendungen knnen sowohl im Meldungsfenster (Kommando {\tt exwin}) als
auch im Hintergrund (Kommando {\tt exbg}) laufen. Die erste Form ist zu
whlen, wenn evt. Eingaben erforderlich werden, wie z.B. beim \TeX-Lauf.
Die Optionszeile enthlt zunchst den Namen des zu startenden Programms
und anschlieend alle Parameter. Dabei stehen {\tt \%p} fr das Primr-
und {\tt \%e} fr das zuletzt editierte File.
Einige Parameter drfen nur dann in der Befehlszeile auftauchen,
wenn dafr auch Werte vorgegeben sind, z.B. Druckparameter fr die erste Seite
oder Ausgabe im Querformat. Diese werden in der Form {\tt !x...\%...!}
angegeben, wobei {\tt x} den konkreten Parameter spezifiziert und {\tt \%}
an der Stelle eines evt. bentigten Wertes steht. Zum Beispiel wird
mit {\tt !i+\%!} die Zeilennummer fr den externen Editor vi angegeben,
die bentigt wird, wenn in einem fehlerhaften \TeX-Lauf das Kommando
{\tt e} eingegeben wird.
Mit {\tt F1} wird ein kleines Hilfesystem zur Verfgung gestellt, das derzeit
im wesentlichen die Beschreibung der Funktionstasten und der
Anwendungsparameter enthlt. Eine Erweiterung um die \LaTeX-Syntax ist
problemlos mglich, dafr fehlt mir aber im Moment die Zeit.
%
\section{Weiterentwicklung}
Folgende Erweiterungen sind bei Interesse anderer Nutzer geplant:
\begin{itemize}
\item Bugfixes,
\item Verbesserung des eingebauten Editors,
\item Benutzung von Abkrzungen fr \LaTeX-Befehle, z.B.
{\tt <Escape>lsit} liefert \verb+\begin{itemize}\item _+
\item \dots
\end{itemize}
%
\section{Bezugsquellen und Copyright}
\begin{description}
\item[XTeM] (Lamprecht, Lotz, Weibezahn) \\
\verb+ftp://ftp.lrw.uni-bremen.de/pub/tex/xtem+
\item[XTeXShell] (M. T. Hoffmann) \\
\verb+ftp://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/packages/TeX+
\item[TS] Beschriebene \TeX Shell (J. Pnisch) \\
\verb+http://www.tu-chemnitz.de/~poenisch/ts+
\end{description}
Die TeXShell unterliegt der GNU Public License. Fr die eingebundene
Bibliothek html\_library.tcl ist die SUN-Lizenz zu beachten.
\end{document}
|