File: usr_90.dex

package info (click to toggle)
vimhelp-de 7.2.090923-1
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*usr_90.txt*	Für Vim Version 7.2.  Letzte Änderung: 2006-Apr-24

		     VIM BENUTZERHANDBUCH - von Bram Moolenaar

				Vim installieren

								*install*
Bevor Sie Vim benutzen können, müssen Sie ihn installieren.  Abhängig von
Ihrem System ist dies einfach oder leicht.  Dieses Kapitel gibt ein paar
Hinweise und erklärt auch, wie man auf eine neue Version aktualisiert.

|90.1|	Unix
|90.2|	MS-Windows
|90.3|	Aktualisieren
|90.4|	Übliche Probleme bei der Installation
|90.5|	Vim deinstallieren

 Voriges Kapitel: |usr_45.txt|  Die Sprache wählen
Inhaltsübersicht: |usr_toc.txt|

==============================================================================
*90.1*	Unix

Zuerst müssen Sie entscheiden, ob Sie Vim systemweit oder für einen einzelnen
User installieren wollen.  Die Installation ist fast dieselbe, aber das
Verzeichnis, wo Vim installiert wird, unterscheidet sich.
   Für eine systemweite Installation wird häufig das Basisverzeichnis
»/usr/local« benutzt.  Aber dies kann auf Ihrem System anders sein.  Versuchen
Sie herauszufinden, wo andere Pakete installiert wurden.
   Wenn Sie für einen einzelnen User installieren, können Sie Ihr persönliches
Verzeichnis als Basis verwenden.  Die Dateien werden in Unterverzeichnissen
wie »bin« und »shared/vim« platziert.


AUS EINEM PACKET

Sie können für viele verschiedene Unix-Systeme eine vorkompilierte Version
bekommen.  Es gibt eine lange Liste mit Verweisen auf dieser Seite:

	http://www.vim.org/binaries.html ~

Freiwillige verwalten diese Binärdateien, so dass sie häufig nicht aktuell
sind.  Es ist ein guter Gedanke, Ihre eigene Unix-Version aus den Quellen zu
kompilieren.  Den Editor aus den Quellen zu erzeugen erlaubt Ihnen auch zu
kontrollieren, welche Features hineinkompiliert werden.  Allerdings
erfordert dies einen Compiler.

Falls Sie eine Linux-Distribution haben, ist das Programm »vi«
wahrscheinlich eine minimale Version von Vim.  Zum Beispiel hat sie keine
Syntax-Hervorhebung.  Versuchen Sie ein anderes Vim-Paket in Ihrer
Distribution zu finden, oder suchen Sie auf der Webseite.


AUS DEN QUELLEN

Um Vim zu kompilieren und zu installieren, brauchen Sie das folgende:

	-  Einen C-Compiler (bevorzugt GCC)
	-  Das Programm »gzip« (Sie können es auf www.gnu.org bekommen)
	-  Die Vim-Quellen und das Archive der Runtime-Dateien

Um die Vim-Archive zu bekommen, werfen Sie einen Blick in diese Datei nach
einem nahegelegenen Spiegelserver, dieser sollte das schnellste
Herunterladen bieten:

	ftp://ftp.vim.org/pub/vim/MIRRORS ~

Oder benutzen Sie den Heimatserver ftp.vim.org, falls Sie denken, er ist
schnell genug.  Gehen Sie in das Verzeichnis »unix«, und dort finden Sie eine
Liste von Verzeichnissen.  Sie werden die neueste Version beziehen wollen.
   Sie können die Dateien für Unix auf zwei Arten beziehen: Ein großes Archiv,
das alles enthält, oder vier kleinere, die jedes auf eine Diskette passen.
Für Version 6.1 heißt das einzelne große Archiv:

	vim-6.1.tar.bz2 ~

Sie benötigen das Programm »bzip2« um es zu entpacken.  Falls Sie es
nicht haben, beziehen Sie die vier kleineren Dateien, die mit »gzip«
entpackt werden können.  Bei Version 6.1 heißen diese:

	vim-6.1-src1.tar.gz ~
	vim-6.1-src2.tar.gz ~
	vim-6.1-rt1.tar.gz ~
	vim-6.1-rt2.tar.gz ~


KOMPILIEREN

Erzeugen Sie zuerst ein Stammverzeichnis, in dem Sie arbeiten, zum Beispiel:
>

	mkdir ~/vim
	cd ~/vim

Dann entpacken Sie dort die Archive.  Falls Sie das einzelne große Archiv
haben, entpacken Sie es wie folgt: >

	bzip2 -d -c path/vim-6.1.tar.bz2 | tar xf -

Ändern Sie »path« entsprechend, wohin Sie die Datei heruntergeladen
haben. >

	gzip -d -c path/vim-6.1-src1.tar.gz | tar xf -
	gzip -d -c path/vim-6.1-src2.tar.gz | tar xf -
	gzip -d -c path/vim-6.1-rt1.tar.gz | tar xf -
	gzip -d -c path/vim-6.1-rt2.tar.gz | tar xf -

Falls Sie damit zufrieden sind, die Standard-Features zu bekommen und Ihre
Umgebung korrekt eingerichtet ist, ist das Kompilieren von Vim ein
einfaches: >

	cd vim61/src
	make

Das Programm »make« führt das Skript »configure« aus und kompiliert alles.
Weiter unten werden wir erklären, wie man mit verschiedenen Features
kompiliert.
   Falls es beim Kompilieren Fehlermeldungen gibt, schauen Sie achtsam auf
diese Fehlermeldungen.  Es sollte einen Hinweis geben, was schief läuft.
Hoffentlich werden Sie in der Lage sein, es zu korrigieren.  Sie mögen einige
Features deaktivieren müssen, um Vim zu kompilieren.  Werfen Sie einen Blick
in das Makefile für Hinweise spezifisch Ihres Systems.


TESTEN

Nun können Sie prüfen, ob das Kompilieren korrekt funktioniert hat: >

	make test

Dies führt eine Folge von Test-Skripten aus, um zu verifizieren, dass Vim
wie erwartet funktioniert.  Vim wird viele Male gestartet und alle Arten von
Text und Mitteilungen fliegen vorbei.  Falls es in Ordnung ist, sehen Sie
schließlich:

	test results: (Testergebnisse)~
	ALL DONE (alles erledigt)~

Falls es eine oder zwei Mitteilungen über gescheiterte Tests gibt, mag Vim
noch funktionieren, aber nicht perfekt.  Falls Sie viele Fehlermeldungen
sehen, oder Vim nicht bis zum Ende geht, muss etwas im Argen sein.  Entweder
versuchen Sie es selbst herauszufinden, oder suchen jemanden, der es lösen
kann.  Sie könnten im Archiv der Mailing-Liste |maillist-archive| nach
einer Lösung suchen.  Falls alles andere scheitert, könnten Sie auf der
Vim-|maillist| fragen, ob Ihnen jemand helfen kann.


INSTALLIEREN
							*install-home*
Falls Sie in Ihrem persönlichen Verzeichnis installieren wollen, editieren Sie
das Makefile und suchen nach einer Zeile

	#prefix = $(HOME) ~

Entfernen Sie das »#« am Zeilenanfang.
   Wenn Sie für das ganze System installieren, hat Vim höchst wahrscheinlich
bereits ein gutes Installationsverzeichnis für Sie ausgewählt.  Sie können
auch eins angeben, siehe unten.  Für das Folgende müssen Sie root werden.

Um Vim zu installieren: >

	make install

Das sollte alle relevanten Dateien an die richtige Stelle bringen.  Nun
können Sie versuchen, Vim zu starten, um zu verifizieren, dass alles
funktioniert.  Machen Sie zwei einfache Test, um zu prüfen, ob Vim seine
Runtime-Dateien findet: >

	:help
	:syntax enable

Falls dies nicht funktioniert, benutzen Sie diesen Befehl, um zu prüfen, wo
Vim die Runtime-Dateien sucht: >

	:echo $VIMRUNTIME

Sie können Vim auch mit dem Argument »-V« starten, um zu sehen, was
während des Startens geschieht: >

	vim -V

Vergessen Sie nicht, dass dies Benutzerhandbuch annimmt, dass Sie Vim auf
eine bestimmte Art konfigurieren.  Nach der Installation von Vim befolgen
Sie die Anweisungen unter |not-compatible|, damit Vim wie in diesem Handbuch
angenommen funktioniert.


FEATURES AUSWÄHLEN

Vim hat viele Arten, Features auszuwählen.  Eine der einfachsten ist es, das
Makefile zu editieren.  Es gibt viele Anweisungen und Beispiele.  Häufig
können Sie ein Feature de/aktivieren, indem Sie eine Zeile entkommentieren.
  Eine Alternative ist, das Skript »configure« für sich auszuführen.  Dies
erlaubt Ihnen, Konfigurationsoptionen von Hand anzugeben.  Der Nachteil ist,
dass Sie herausfinden müssen, was genau Sie tippen müssen.
   Einige der interessantesten Konfigurationsargumente folgen.  Diese können
auch aus dem Makefile aktiviert werden.

	--prefix={Verzeichnis}		Stammverzeichnis, wo Vim installiert
					werden soll.

	--with-features=tiny		Kompilieren mit vielen Featuren
					deaktiviert.
	--with-features=small		Kompilieren mit einigen Featuren
					deaktiviert.
	--with-features=big		Kompilieren mit mehr Featuren
					aktiviert.
	--with-features=huge		Kompilieren mit den meisten Featuren
					aktiviert.
					Siehe |+feature-list|, wann welches
					Feature aktiviert ist.

	--enable-perlinterp		Aktiviere das Perl-Interface.  Es gibt
					ähnliche Argumente für Ruby, Python
					und TCL.

	--disable-gui			Kompiliere keine graphische
					Schnittstelle.
	--without-x			Kompiliere keine Features von X-Window.
					Wenn diese beiden zusammen benutzt
					werden, verbindet sich Vim nicht mit
					dem X-Server, was das Starten
					schneller macht.

Für die ganze Liste benutzen Sie: >

	./configure --help

Sie können hier für jedes Feature etwas Erklärung und Verweise auf weitere
Informationen finden: |feature-list|.
   Abenteurer können die Datei »feature.h« editieren.  Oder auch den Quellkode
selbst ändern!

==============================================================================
*90.2*	MS-Windows

Es gibt zwei Arten, das Programm Vim für Microsoft Windows zu
installieren.  Sie können mehrere Archive entpacken, oder ein
selbst-installierendes großes Archiv benutzen.  Die meisten Benutzer mit
recht aktuellen Computern bevorzugen die zweite Methode.  Für die erste
brauchen Sie:

	- Ein Archiv mit Binärdateien für Vim.
	- Das Archiv Vim-Runtime.
	- Ein Programm, das die Zip-Dateien entpackt.

Um die Vim-Archive zu bekommen, werfen Sie einen Blick in diese Datei nach
einem nahegelegenen Spiegelserver, dieser sollte das schnellste
Herunterladen bieten:

	ftp://ftp.vim.org/pub/vim/MIRRORS ~

Oder benutzen Sie den Heimatserver ftp.vim.org, falls Sie denken, dass er
schnell genug ist.  Gehen Sie in das Verzeichnis »pc«, und Sie finden dort
eine Liste von Dateien.  Die Versionsnummer ist in den Dateinamen
eingebettet.  Sie werden die aktuellste Version beziehen wollen.  Wir
benutzen hier »61«, was Version 6.1 entspricht.

	gvim61.exe		Das selbst-installierende Archiv.

Dies ist alles, was Sie für die zweite Methode benötigen.  Starten Sie
einfach die ausführbare Datei und folgen Sie den Anweisungen.

Für die erste Methode müssen Sie eines der Binärarchive auswählen.
Diese sind verfügbar:

	gvim61.zip		Die normale MS-Windows GUI-Version.
	gvim61ole.zip		MS-Windows GUI-Version mit OLE-Unterstützung.
				Benutzt mehr Speicher, bietet eine
				Schnittstelle mit anderen OLE-Anwendungen.
	vim61w32.zip		32 Bit MS-Windows Konsolenversion.  Für den
				Gebrauch in der Win NT/2000/XP Konsole.
				Funktioniert nicht gut unter Win 95/98.
	vim61d32.zip		32 Bit MS-DOS Version.  Für den Gebrauch in
				einem Win 95/98 Konsolenfenster.
	vim61d16.zip		16 Bit MS-DOS Version.  Nur für alte Systeme.
				Unterstützt keine langen Dateinamen.

Sie brauchen nur eins von diesen.  Obgleich Sie sowohl eine GUI- wie eine
Konsolenversion installieren könnten.  Sie müssen immer das Archiv mit den
Runtime-Dateien beziehen.

	vim61rt.zip		Die Runtime-Dateien.

Benutzen Sie Ihr ent-zip-Programm, um die Dateien zu entpacken.  Zum
Beispiel das Programm »unzip«: >

	cd c:\
	unzip path\gvim61.zip
	unzip path\vim61rt.zip

Dies entpackt die Dateien im Verzeichnis »c:\vim\vim61«.  Falls Sie bereits
irgendwo ein Verzeichnis »vim« haben, werden Sie in das Verzeichnis direkt
darüber gehen wollen.
   Nun gehen Sie in das Verzeichnis »vim\vim61« und führen das Programm
»install« aus: >

	install

Gehen Sie sorgfältig durch die Meldungen und wählen Sie die Optionen, die Sie
benutzen wollen.  Wenn Sie schließlich »do it« auswählen, führt das
Installationsprogramm die Aktionen aus, die Sie ausgewählt haben.
   Das Installationsprogramm verschiebt nicht die Runtime-Dateien.  Sie
verbleiben, wo Sie sie entpackt haben.

Falls Sie nicht mit den in den gelieferten Binärdateien angebotenen
Featuren zufrieden sind, könnten Sie versuchen, Vim für Sie selbst zu
kompilieren.  Beziehen Sie das Quellarchiv von demselben Ort, wo auch die
Binärdateien sind.  Sie brauchen einen Compiler, für den auch ein Makefile
existiert.  Microsoft Visual C funktioniert, aber ist teuer.  Der freie
Borland Befehlszeilen-Compiler 5.5 kann benutzt werden, sowie die freien
MingW und Cygwin Compiler.  Siehe die Datei src/INSTALLpc.txt für Hinweise.

==============================================================================
*90.3*	Aktualisieren

Falls Sie eine Version von Vim betreiben, und eine andere installieren
wollen, kommt hier, was zu tun ist.


UNIX

Wenn Sie »make install« tippen, werden die Runtime-Dateien in ein Verzeichnis
kopiert, das spezifisch für diese Version ist.  Also wird eine vorige Version
nicht überschrieben.  Dies macht es möglich, zwei oder mehr Versionen
nebeneinander zu benutzen.
   Die ausführbare Datei »vim« überschreibt eine ältere Version.  Falls Sie
sich nicht sorgen, die alte Version zu behalten, funktioniert das Ausführen
von »make install« gut.  Sie können die alten Runtime-Dateien von Hand löschen.
Löschen Sie einfach das Verzeichnis mit der Versionsnummer und alle Dateien
darunter.  Beispiel: >

	rm -rf /usr/local/share/vim/vim58

Es sind normalerweise keine sich ändernden Dateien in diesem Verzeichnis.
Falls Sie zum Beispiel die Datei »filetype.vim« verändert haben, ist es
besser, die Änderungen in die neue Version zu übertragen, bevor Sie sie
löschen.

Falls Sie vorsichtig sind, und die neue Version eine Weile ausprobieren
wollen, bevor Sie endgültig wechseln, installieren Sie die neue Version
unter einem anderen Namen.  Sie müssen ein Konfigurationsargument angeben.
Zum Beispiel: >

	./configure --with-vim-name=vim6

Bevor Sie »make install« ausführen, könnten Sie »make -n install« benutzen, um
zu prüfen, dass keine wertvollen bestehenden Dateien überschrieben werden.
   Wenn Sie sich schließlich entscheiden, zu der neuen Version zu wechseln,
ist alles, was zu tun ist, die Binärdatei in »vim« umzubenennen.  Zum
Beispiel: >

	mv /usr/local/bin/vim6 /usr/local/bin/vim


MS-WINDOWS

Aktualisieren ist hauptsächlich gleich dem Installieren einer neuen Version.
Entpacken Sie einfach die Dateien an derselben Stelle wie die vorige Version.
Ein neues Verzeichnis wird erzeugt, z.B. »vim61«, für die Dateien der neuen
Version.  Ihre Runtime-Dateien, vimrc, viminfo usw. werden in Ruhe gelassen.
  Falls Sie die neue Version neben der alten betreiben wollen, müssen Sie
etwas Handarbeit leisten.  Führen Sie nicht das Programm »install« aus, es
überschreibt ein Paar Dateien der alten Version.  Führen Sie die neuen
Binärdateien aus, indem Sie den vollen Pfad angeben.  Das Programm sollte in
der Lage sein, die Runtime-Dateien für die richtige Version automatisch zu
finden.  Die funktioniert jedoch nicht, falls Sie irgendwo die Variable
$VIMRUNTIME setzen.
   Falls Sie mit der Aktualisierung zufrieden sind, können Sie die Dateien der
vorigen Version löschen.  Siehe |90.5|.

==============================================================================
*90.4*	Übliche Probleme bei der Installation

Dieser Abschnitt beschreibt einige der üblichen Probleme, die auftreten,
wenn man Vim installiert, und schlägt einige Lösungen vor.  Er enthält
auch Antworten zu vielen Installationsfragen.


Frage: Ich habe keine Root-Rechte.  Wie installiere ich Vim? (Unix)

Benutzen Sie den folgenden Konfigurationsbefehl, um Vim in ein Verzeichnis
namens $HOME/vim zu installieren: >

	./configure --prefix=$HOME

Dies gibt Ihnen eine persönliche Kopie von Vim.  Sie müssen $HOME/bin in
Ihre Variable $PATH einfügen, um den Editor auszuführen.  Siehe auch
|install-home|.


Frage: Die Farben auf meinem Bildschirm sind nicht richtig. (Unix)

Prüfen Sie Ihre Terminal-Einstellungen, indem Sie in einer Shell den
folgenden Befehl benutzen: >

	echo $TERM

Falls der aufgelistete Terminal-Typ nicht korrekt ist, beheben Sie es.  Für
weitere Hinweise siehe |06.2|.  Eine andere Lösung ist es, immer die
GUI-Version von Vim zu benutzen, genannt gvim.  Dies vermeidet die
Notwendigkeit einer korrekten Terminal-Einstellung.


Frage: Meine Tasten Rückschritt und Entfernen funktionieren nicht richtig.

Die Definition, welchen Kode die Tasten senden, ist sehr unklar für die
Tasten Rückschritt <BS> und Entfernen <Del>.  Zuerst, prüfen Sie ihre
Einstellung $TERM.  Falls damit nichts falsch ist, probieren Sie dies: >

	:set t_kb=^V<BS>
	:set t_kD=^V<Del>

In der ersten Zeile müssen Sie CTRL-V und dann die Rückschritt-Taste
drücken.  In der zweiten Zeile müssen Sie CTRL-V und dann die Taste
Entfernen drücken.  Sie können diese Zeilen in Ihre vimrc setzen, siehe
|05.1|.  Ein Nachteil ist, dass es nicht funktioniert, wenn Sie eines Tages
ein anderes Terminal benutzen.  Sehen Sie hier |:fixdel| für
Alternativ-Lösungen.


Frage: Ich benutze RedHat Linux.  Kann ich den Vim benutzen, der mit dem
System kommt?

In der Voreinstellung installiert RedHat eine minimale Version von Vim.
Suchen Sie in den RPM-Pakete etwas, das einen Namen wie
»Vim-enhanced-version.rpm« trägt, und installieren Sie das.


Frage: Wie aktiviere ich farbige Syntax?  Wie bringe ich Plugins zum Laufen?

Benutzen Sie die Beispiel-vimrc.  Eine Erklärung, wie Sie sie benutzen,
finden Sie hier |not-compatible|.

Siehe Kapitel 6 für Informationen über Syntax-Hervorhebung |usr_06.txt|.


Frage: Welche vimrc kann man gut benutzen?

Siehe die Webseite www.vim.org für einige gute Beispiele.


Frage: Wo finde ich ein gutes Vim-Plugin?

Siehe die Seite http://vim.sf.net.  Viele Benutzer haben dort nützliche
Vim-Skripte und -Plugin hochgeladen.


Frage: Wo finde ich weitere Tipps?

Siehe die Seite http://vim.sf.net.  Dort ist ein Archiv mit Hinweisen von
Vim-Benutzern.  Sie mögen auch im |maillist-archive| suchen wollen.

==============================================================================
*90.5*	Vim deinstallieren

Wenn das unwahrscheinliche eintritt, dass Sie Vim komplett deinstallieren
wollen, gehen Sie wie folgt vor.


UNIX

Wenn Sie Vim als Paket installiert haben, befassen Sie sich mit Ihrem
Paketmanager, um herauszufinden, wie Sie das Paket wieder entfernen.
   Falls Sie Vim aus den Quellen installiert haben, können Sie diesen Befehl
verwenden: >

	make uninstall

Falls Sie allerdings die Originaldateien gelöscht oder ein Archiv benutzt
haben, das jemand zur Verfügung gestellt hat, können Sie dies nicht
machen.  Löschen Sie die Dateien von Hand, hier ein Beispiel, wenn
»/usr/local« als Stammverzeichnis benutzt wurde: >

	rm -rf /usr/local/share/vim/vim61
	rm /usr/local/bin/eview
	rm /usr/local/bin/evim
	rm /usr/local/bin/ex
	rm /usr/local/bin/gview
	rm /usr/local/bin/gvim
	rm /usr/local/bin/gvim
	rm /usr/local/bin/gvimdiff
	rm /usr/local/bin/rgview
	rm /usr/local/bin/rgvim
	rm /usr/local/bin/rview
	rm /usr/local/bin/rvim
	rm /usr/local/bin/rvim
	rm /usr/local/bin/view
	rm /usr/local/bin/vim
	rm /usr/local/bin/vimdiff
	rm /usr/local/bin/vimtutor
	rm /usr/local/bin/xxd
	rm /usr/local/man/man1/eview.1
	rm /usr/local/man/man1/evim.1
	rm /usr/local/man/man1/ex.1
	rm /usr/local/man/man1/gview.1
	rm /usr/local/man/man1/gvim.1
	rm /usr/local/man/man1/gvimdiff.1
	rm /usr/local/man/man1/rgview.1
	rm /usr/local/man/man1/rgvim.1
	rm /usr/local/man/man1/rview.1
	rm /usr/local/man/man1/rvim.1
	rm /usr/local/man/man1/view.1
	rm /usr/local/man/man1/vim.1
	rm /usr/local/man/man1/vimdiff.1
	rm /usr/local/man/man1/vimtutor.1
	rm /usr/local/man/man1/xxd.1


MS-WINDOWS

Falls Sie Vim aus dem selbst-installierenden Archiv installiert haben, können
Sie das Programm »uninstall-gui« im selben Verzeichnis wie die anderen
Vim-Programme verwenden, z.B. »c:\vim\vim61«.  Sie können es auch aus dem
Start-Menü starten, falls dort die Vim-Einträge installiert sind.  Dies
entfernt die meisten Dateien, Menüeinträge und Desktop-Shortcuts.  Einige
Dateien bleiben jedoch bestehen, weil sie einen Neustart von Windows brauchen,
bevor sie gelöscht werden.
   Sie erhalten die Option, das ganze Verzeichnis »vim« zu entfernen.  Es
enthält möglicherweise Ihre vimrc und andere Runtime-Dateien, die Sie erzeugt
haben, also seien Sie vorsichtig.

Ansonsten, falls Sie Vim mit den Zip-Archiven installiert haben, ist der
bevorzugte Weg, das Programm »uninstal« zu benutzen (beachten Sie das fehlende
»l« am Ende).  Sie finden es in demselben Verzeichnis wie das Programm
»install«, z.B. »c:\vim\vim61«.  Dies sollte auch von der üblichen Seite
»Programme ändern oder entfernen« funktionieren
   Dies entfernt allerdings nur die Einträge in der Registry für Vim.  Sie
müssen die Dateien selbst löschen.  Wählen Sie einfach das Verzeichnis
»vim\vim61« und löschen Sie es rekursiv.  Es sollte dort keine Dateien geben,
die Sie verändert haben, aber Sie mögen dies vorher überprüfen wollen.
   Das Verzeichnis »vim« enthält möglicherweise Ihre vimrc und andere Runtime-
Dateien, die Sie erzeugt haben.  Die mögen Sie behalten wollen.

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